VMware - Tipps

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Frage:
Wie kann ich bei ESXi (VMware Hypervisor) eine Konsole zur Befehlszeileneingabe öffnen?
Antwort:
1. Drücken am ESXi-Server die Tastenkombination Alt + F1
2. Geben Sie die Zeichenfolge "unsupported" ohne Anführungszeichen ein und drücken Sie auf Enter.
3. Geben Sie das root-Kennwort ein.



Frage:

Wie kann ich beim ESX-Server 3.5 remote als root über ein Terminalprogramm (z.B. Putty) zugreifen?
Antwort:
1. Stellen Sie zunächst sicher, dass im ESX-Server
die Firewall den Port 22 für den SSH-Zugriff nicht blockiert.
2. Öffnen Sie am ESX-Server per VI die Datei /etc/ssh/sshd_config
3. Suchen Sie die Zeile "PermitRootLogin no" und ändern Sie per VI auf "PermitRootLogin yes"
4. Speichern Sie die modifizierte Datei ab
5. Führen Sie folgendes Kommando aus, um den SSH-Daemon neu zu starten: "service sshd restart"



Frage:

Ich habe beim ESX-Server 3.5  Konfigurationsänderungen über die Kommandozeile durchgeführt. Warum werden diese im Virtual Center nicht angezeigt?
Antwort:
Einige Änderungen werden erst sichtbar, wenn Sie den vmware-hostd daemon
neu starten, der mit dem Virtual Center kommuniziert. Erst ein Neustart sorgt dafür, dass die Inhalte der Datei /etc/vmware/esx.conf eingelesen und für Virtual Center sichtbar gemacht werden. Um den vmware-hostd daemon neu zu starten, geben Sie bitte folgendes Kommando ein: "service mgmt-vmware restart" .



Frage:

Ich möchte den ESX-Server 3.5 über die Kommandozeile konfigurieren. Welches sind die wichtigsten Befehle?
Antwort:
Neben zahlreichen Linux-Befehlen, die sich zur Administration eignen, existieren noch weitere spezielle ESX-Server-Kommandos. Viele von diesen zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit der Zeichenfolge "esxcfg-" beginnen. Auf der Verzeichnisebene sind diese unter "/usr/sbin" zu finden. Einige der wichtigsten sind nachfolgend nach Themengebieten aufgelistet:

Netzwerk
esxcfg-firewall
Konfiguriert die Firewall. "esxcfg-firewall -q" zeigt die aktuellen Werte

esxcfg-nics
Konfiguriert die Geschwindigkeitseinstellung der Netzwerkkarten. "esxcfg-nics -l" zeigt die aktuellen Werte.

esxcfg-vswitch
Ermöglicht die Konfiguration von virtuellen Switches. "esxcfg-vswitch -l" zeigt die aktuellen Werte.

esxcfg-vswif
Verwaltet das Netzwerkinterface der Service Konsole. "esxcfg-vswif -l" zeigt die aktuellen Einstellungen.

esxcfg-vmknic
Ermöglicht die Verwaltung der VMkernel-Ports (VMotion, NFS, iSCSI) an einen virtuellen Switch. "
esxcfg-vmknic -l" zeigt die aktuelle Einstellungen.

esxcfg-route
Erlaubt die Verwaltung der Routingtabelle für den VMkernel. "esxcfg-route -l" zeigt die aktuelle Routingtabelle. 

Service Console
esxcfg-info
Erzeugt einen umfassenden Report über die Konfiguration des ESX-Servers. Soll der Report auf einzelne Bereiche eingeschränkt werden, können diese per Option ausgewählt werden. "
esxcfg-info -n"  zeigt beispielsweise nur die Netzwerkkonfiguration.

Storage
esxcfg-mpath
Ermöglicht die Verwaltung der Multipath-Konfiguration für Fibre Channel SANs. "esxcfg-mpath -l" zeigt die aktuelle Konfiguration.

esxcfg-nas
Gestattet die Verwaltung von NFS-Zugriffen für den VMkernel. "esxcfg-nas -l" zeigt alle NFS-Datastores, die der VMkernel gemountet hat.

esxcfg-swiscsi
Erlaubt die Konfiguration des Software-iSCSI-Initiators des ESX-Servers. "esxcfg-swiscsi -q" ermittelt, ob Software iSCSI eingeschaltet ist oder nicht.

esxcfg-rescan
Führt einen Rescan des/der Host-Bus-Adapter durch, um ggf. neue LUNs zu finden.



Frage:
Muss der Virtual-Center-Server verfügbar sein, damit VMware High Availabilty (HA) funktioniert und ein Failover durchgeführt werden kann?
Antwort:
Für den Failoverfall wird der VC-Server nicht benötigt. Es wäre also beispielsweise möglich, Virtual Center in einer virtuellen Maschine zu installieren, die auf einem ESX-Cluster läuft. Selbst wenn der Clusterknoten ausfällt, auf welchem die VC-Maschine läuft, würden die Clusteragenten einen Failover der betroffenen virtuellen Maschinen veranlassen.




Frage:
Was muss ich beachten, wenn ich bei ESX 3.5 eine Shared-SCSI-Disk für einen Microsoft-Cluster einrichten möchte?
Antwort:
Hierbei gibt es eine Reihe von Punkten zu beachten. Diese sind nachfolgend dargestellt und gelten für alle Windows-Server-Versionen bis einschließlich 2003. Da Windows Server 2008 keine parallelen SCSI-Controller mehr unterstützt, funktioniert die nachfolgend beschriebene Vorgehensweise nicht. 

1. Installieren und konfigurieren Sie alle Knoten des geplanten Clusters ohne die Cluster-Software selbst zu installieren. Die Shared-Cluster-Disks werden ebenfalls erst später angelegt und hinzugefügt.

2. Schalten Sie alle  virtuellen Maschinen des geplanten Clusters aus.

3. Die Shared-Cluster-Disk(s) muss/müssen über das Command Line Interface des ESX Servers angelegt werden. Führen Sie dazu in einer Konsole auf dem ESX-Server das folgende Kommando aus: "vmkfstools –c <Größe in G|M|K> -d eagerzeroedthick /vmfs/volumes/<MeinVerzeichnis>/<MeineDisk>.vmdk".  

Beispiel: Das Kommando "vmkfstools –c 10G -d eagerzeroedthick /vmfs/volumes/mydir/mydisk.vmdk" legt eine 10 GB große Disk mit dem Namen mydisk.vmdk unter
/vmfs/volumes/mydir an.

4. Fügen Sie die virtuelle(n) Disk(s) zu den gewünschten virtuellen Maschinen hinzu:
  • Markieren Sie die gewünschte virtuelle Maschine
  • Klicken Sie auf  "Edit Settings"
  • Klicken Sie auf "Add" --> "Hard Disk" --> "Next"
  • Klicken Sie auf "Choose an existing virtual disk"
  • Es muss ein neuer Virtual Device Node ausgewählt werden (z.B. SCSI(1:0)). Die Shared Disk darf sich nicht auf dem selben Device Node befinden, wie das lokale Laufwerk der Nodes (in der Regel SCSI(0:0)). Gegebenenfalls wird dabei ein neuer zusätzlicher virtueller SCSI-Controller hinzugefügt.
  • Klicken Sie auf "Finish"
  • Wählen Sie den neu hinzugefügten virtuellen SCSI-Controller auswählen und klicken Sie auf "Change Type" klicken. Dabei sicherstellen, dass LsiLogic ausgewählt ist.
  • Klicken Sie unter "SCSI Bus Sharing" auf "Virtual" klicken.
5. Starten Sie die erste VM des Clusters am ESX Server und öffnen Sie die Konsole über das Icon . Beim Start der VM erscheint zunächst eine Fehlermeldung, dass die Disk für einen BusLogic Controller kreiert wurde. Die Frage mit "Yes" beantworten und auf "OK" klicken.


6. Binden Sie
das neue Laufwerk unter Windows ein (Initialisierung, Formatierung, Zuweisung eines Laufwerksbuchstabens) und installieren und konfigurieren Sie die Clustersoftware.

7. Wiederholen Sie die Schritte 4 bis 6 für alle weiteren Clusterknoten.

Wichtig: Shared Virtual Cluster Disks dürfen keinesfalls über die Virtual Infrastructure GUI vergrößert werden. Dies führt dazu, dass die VM nicht mehr bootet und zudem die Daten auf der betroffenen Disk verloren gehen! 





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© 2009 Dipl.-Ing. Dirk Pelzer